Gebäude

Zu den Gebäuden der Kirchengemeinde Zainingen gehören die Martinskirche, das Pfarrhaus (in Besitz des Staates), das 2016 sanierte und erweiterte Gemeindehaus sowie der Kindergarten (in Besitz der Kommune). Weiterer Spielraum für die Gemeinde bietet: die Pfarrwiese hinter dem historischen, ehemaligen Pfarrhaus.

Die Orgel - Ein Kleinod

1769 wurde die Martinskirche erstmals mit einer Orgel ausgestattet.

1908 wurde die Firma Goll und Sohn von der Kirchengemeinde beauftragt - unter Verwendung des alten Gehäuses - eine neue Orgel mit 9 Registern zu erstellen (verteilt auf zwei Manuale und ein Pedal.

Im Februar 1909 konnte die Lieferung der neuen Orgel erfolgen. Die 1917 während des 1. Weltkrieges herausgenommenen Prospektpfeifen wurden im Mai 1919 ersetzt.

1956 wurde die Orgelbauanstalt Friedrich Weigle in Echterdingen beauftragt, die Orgel zu überholen. 1977 war die neue Orgel der Firma fertiggestellt. Sie hat rein mechanische Register und Spieltraktur mit 13 Registern. Sie verfügt über 2 Manuale C-g3, Pedale von C-f1.

Eine Besonderheit ist das Gehäuse der Orgel: Beim Umbau wurde eine Barockbemalung entdeckt, die aus dem Jahr 1775 stammt. Die Bemalung wurde auf Anordnung des Denkmalamtes restauriert. Die neue Orgel wurde im Rahmen eines Festgottesdinstes am Sonntag, den 18. dezember 1977 eingeweiht.

Momentan kooperieren wir bei Fragen zur Pflege und Wartung unserer Orgel vertrauensvoll mit dem Orgelbau-Meisterbetrieb Andreas Schmutz in Donnstetten

 

Die 10 Gebote

Direkt neben der Kirche liegt das Atelier von Familie Hauswirth. Das Atelier befindet sich im ehemaligen (mittelalterlichen) Pfarrhaus. Ein Besuch dort lohnt sich immer!

Ein Kunstwerk von Volker Hauswirth ziert die Seitenwand des Kirchenschiffes der Zaininger Martinskirche. Es wurde zum Abschied von Pfarrer Wolfgang Henkel dort installiert (siehe Bild).

Mehr Infos zur Arbeit von Familie Hauswirth finden sie hier!

www.ARTelier-hauswirth.de

 

Die Glocken

Vier Glocken läuten im Turm der Zaininger Martinskirche:

Die größte und älteste Glocke wurde 1524 in Urach gegossen und wiegt 22 Zentner. Sie hat den Ton fis. Sie wurde verschont als 1917 und 1940 die beiden älteren Glocken für Rüstungszwecke abgeliefert werden mussten. Die zweite Glocke hat den Ton a und trägt die Inschrift: "O land, Land, Land, höre des Herrn Wort". Sie wiegt 431 kg. Die dritte Glocke hat den Ton h und dazu die Inschrift: "Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit". Gewicht: 229 kg. Die vierte Glocke, die Taufglocke, wiegt 221 kg und trägt die Inschrift: "Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden". Sie hat den Ton cis.

Das Glockenlied

Noch dunkel ist' s, da klingt vom Turme schon die Morgenglocke (6 Uhr) und es sagt ihr Ton: Frisch auf, ans Werk, ans Werk! und Gottes Segen geb euch Gelingen stets auf euren Wegen! Die Elfuhrglocke (11 Uhr) ruft zur Mittagsrast: dank, Gott! für das, was du bescheret hast! Mitten am Nachmittag (15 Uhr) hörst du es läuten: Auch bei der Arbeit will dich Gott geleiten. Die Abendglocke (18 Uhr) dir willkommen ist; sprich nun: Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ!

Zusammen läuten heut die Glocken all (9.30 Uhr), zum Gotteshaus ruft uns ihr froher Schall: Erhalt uns in der Wahrheit, lieber Gott, durch deine Gnad, hilf uns aus aller Not! Die Hände faltet ein jung Mütterlein und horchet stille auf das Taufglöcklein: Jetzt wird auf Vater, Sohn und Geist getauft, dein kind, das Jesus sich mit Blut erkauft.

 

Bauhistorisches

Um das Jahr 650 kam das Christentum nach Zainingen. Der Ausgangspunkt der Missionierung war vermutlich die Martinskirche in Kirchheim/Teck. Von dort lief die Gute Nachricht dem Lenninger Tal folgend auf die Zaininger Alb.

Anfang des 8. Jahrunderts wurde in Zainingen eine steinerne Kirche gebaut. Zuvor gab es lediglich ein hölzernes Kirchlein. Im Jahr 1559 ließ Herzog Christoph eine Ringmauer um die Martinskirche bauen.

Sie diente vor alllem dem Schutz durchreisender Transporte, insbesondere der Salzfuhren, die auf der Durchgangsstraße Wien-Paris eine große Rolle spielten. Die 6-8 Meter hohe und 1,5 Meter dicke Mauer war von einem Wassergraben umgeben, den eine Zugbrücke überspannte.

Im Jahr 1769 wurde die Martinskirche in Zainingen erstmals mit einer Orgel ausgestattet. 1784 wurde ein neues Pfarrhaus gebaut.