Bau des Gemeindehauses

Die am 1. April 1958 vom Staat an die Kirchengemeinde übereignete Pfarrscheuer war der Ausgagngspunkt der Zaininger Gemeindehaus-Geschichte.

Am 29. Oktober 1960 wurde mit dem Abbruch der dicken Mauern der Scheuer begonnen. Das Dach wurde mit Stämmen abgefangen, die Steine zu Schotter gequetscht und die Fundamente hochgemauert. Bereits am 17. Dezember (3. Advent), nach einjähriger Bauzeit, wurde die Einweihung gefeiert.

"Das neue Haus stellt nicht nur dem heimischen Handwerk für seine Leistungen, sondern auch den Gemeindegliedern für ihren Gemeinsinn und ihre Opferfreudigkeit ein gutes Zeugnis aus. Möge es sich an Generationen in einer friedlichen Zukunft als eine segensreiche Einrichtung erweisen."

 

Besonderheit des Gemeindehauses ist das Sgrafitto von Grafikerin Therese Langbein (Tochter des Zaininger Pfarrers Langbein). Es stellt die Einladung zum Abendmahl nach Lukas 14 dar. Diese Arbeit setzte den Schlußpunkt hinter die Bemühungen der Kirchengemeinde Zainingen aus der Pfarrscheuer ein Gemeindehaus entstehen zu lassen.

Nach über 50 Jahren intensiver Nutzung mit einem regen Gemeindeleben drängte sich die grundlegende Sanierung und zweckmäßige Erweiterung auf. Nach vielen Planungen, Enttäuschungen und Neuanfängen gewannen die Pläne Gestalt und Konkretion.

Erweiterung

  • Ausgangspunkt aller Überlegungen war stets die unbefriedigende Toiletten– und Küchensituation. Eine dafür überzeugende Lösung im Altbau zu finden, erwies sich als äußerst schwierig.

  • Mit einem Anbau eröffnet sich die Möglichkeit, die Funktionalität des Gebäudes insgesamt deutlich zu erhöhen. Bspw. durch Foyer und Küche im Zusammenspiel mit dem bestehenden Saal, der grundlegend saniert werden wird.

  • Durch den brandschutzrechtlich bedingten Wegfall der Nutzungsmöglichkeit des Dachgeschosses im Altbau (ehemals "After 8"), eröffnet sich mit dem Anbau eine neue Perspektive für die Jugendarbeit im Untergeschoss des Anbaus. Erreichbar soll das Untergeschoss sowohl vom Altbau, als auch vom Neubau her sein.

  • Im Dachgeschoss soll eine hochwertige, sparsame Gas-Heizung installiert werden, die in der Lage ist auch den Altbau mit Wärme zu versorgen.

Altbausanierung

  • Zunächst muss der Altbau brandschutzrechtlich ertüchtigt werden. Dies geschieht durch einige Eingriffe im Gebäude (Fluchtwege, Treppenhaus, Decken etc.), sowie durch die Installation einer Brandmeldeanlage.

  • Es entstehen Platz für eine standardgemäße Garderobe, sowie für ein Stuhl- und Tischlager, sowie einen Putzmittelraum. Zudem werden einige Energieeinsparmaßnahmen getroffen.

  • Im Altbau kann aus Kostengründen nur das Notwendige in Angriff genommen werden. Sobald Mittel vorhanden sind, können weitere „Bausteine“ angegangen werden. Was nicht zwingend im Altbau getan werden muss, wird zurückgestellt                                                                    
  • In der Zwischenzeit hat sich der Bauausschuss entschieden auch den Boden des Saals komplett zu erneuern. Der alte Estrich wird entfernt. Ein Gußasphalt wird aufgebracht. Die Bemusterungsgruppe hat sich für einen wunderbaren Parkett aus Eichenholz entschieden. Dieser wird im Zusammenspiel mit der Decke dem Saal ein ganz neues "Gesicht" verleihen.                                                              
  • Der Saal wird in Zukunft von der neu installierten Gas-Heizung beheizt werden. Der Altbau wird insgesamt sukzessive von der Gas-Heizung bheizt werden. Hierfür haben die Flaschner bereits entsprechende Vorbereitungen getroffen.

Bauprojekt abgeschlossen!

Mehr als zehn Jahre trug sich die Kirchengemeinde mit dem Gedanken das Gemeindehaus grundlegend zu sanieren und bedarfsgerecht zu erweitern. Nach vielen Bemühungen, Diskussionen, Sitzungen, Verzögerungen, Enttäuschungen und Neuanfängen haben die Pläne endgültig an Gestalt und Konkretion gewonnen!

Der Oberkirchenrat hat uns umfangreiche Mittel zur Finanzierung gewährt und Herrn Architekt Hintzenstern (GHS-Architekten, Münsingen) offiziell mit der Planung von Sanierung und Anbau beauftragt.

Diese Pläne haben wir in den Jahren 2014-2016 mit viel Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer, großzügige Spender/Spendenaktionen und kompetenten Handwerksfirmen umsetzen dürfen. Dank der überraschend hohen Summe (das Barometer musste erweitert werden und zeigt nun ca. 135.000€) konnten wir uns auch viele Extras wie z.B. einen neu gestalteten Ausenbereich und einen gemütlichen und einladenden Jugend(T)raum leisten.

Mit Ihnen gemeinsam möchten wir dieses Gemeindehaus nun mit Leben füllen, denn es ist ein starkes Stück Zukunft für die ganze Gemeinde und unseren Ort, der uns sehr am Herzen liegt.

Es grüßt Sie herzlich,

Kirchengemeinderat und Bauausschuss