Evangelische Kirchengemeinde Zainingen

Unser zweiter Hofgottesdienst umgeben vom Kirchmäuerle

Das Konzept Gottesdienst auf dem Kirchhof hat sich bewährt. Zum zweiten Mal feierten wir am 5. Juli den Gottesdienst zwischen Kirche und Friedhofsmauer, dieses Mal mit musikalischer Begleitung von einem kleinen Ensemble des Musikvereins. Bei der Predigt von Pfarrer Mangel ging es um eine herausfordernde Stelle aus dem Römerbrief der das Sprichwort "wie du mir, so ich dir" in Frage stellt. Vergelte Böses mit Gutem! Versucht mit allen euren Mitmenschen in Frieden zu leben, soweit dies möglich ist. Ein Verhalten das uns auf den ersten Blick nicht nur schwer sondern auch naiv, konfliktscheu und ausnutzbar erscheint. Aber: Ein Verhalten wie es uns Jesus vorgelebt hat, der unsere Sünde nicht mit Strafe sondern mit seinem Tod am Kreuz beantwortet hat und ein Verhalten, das nicht uns selbst sondern Gott zum Richter über erlittenes Unrecht anerkennt.

Erster Gottesdienst auf dem Kirchenhof!

Ein Novum in Zainingen: nach Gottesdiensten im Pfarrgarten, am Musikerhaus oder in Böhringen auf dem Lauberg feierten wir diesen Sonntag den ersten Gottesdienst im Kirchenhof zwischen Kirchengebäude und Friedhofsmauer! Trotz einem kleinen Regenschauer lauschten wir geschützt durch Schirme, Vordächer und der großen Linde dem Musikteam und der Predigt von Pf. Daniel Mangel zu Micha 7, 18+19:

Wer ist ein Gott wie du? Der die Sünde vezeiht und das Unrecht vergibt! Gott lädt uns ein mit unserer Schuld zu ihm zu kommen, aber auch gleichzeitig unseren Mitmenschen Trost und Vergebung zuzusprechen. Weitergedacht werden wir von Micha aufgefordert, ein offenes Auge für die Missstände in unserer Gesellschaft zu haben. Dazu gehört neben der damals wie heute weit offenen Schere zwischen Arm und Reich auch das Leben auf Kosten unserer Erde und damit auf Kosten der zukünftigen Generationen.

 

 

Alte Wegbegleiter erhalten neues Leben

"Siehe ich mache alles neu!" spricht der Herr in Offenbarung 21,5. Eine ganz praktische Bedeutung dieser ehemaligen Jahreslosung lernen wir im KGR gerade auf Ebay Kleinanzeigen kennen:

  • Die ehemalige halbrunde Betontreppe vor dem Gemeindehaus lag jahrelang im Pfarrgarten - vergessen und überwuchert! Drei Elemente der Treppe finden jetzt eine neue Verwendung als Gartendekoration im fernen Wuppertal.
  • Die ehemalige Haupteingangstüre des Gemeindehauses geht nach jahrelangem ausharren in einer Scheune auf die Reise nach Neu-Ulm, wo sie wieder als Tür über eine Garage wachen wird.
  • Die vielen alten Orgelpfeifen auf dem Kirchendachboden finden von Zainingen über Gomadingen bis Buttenhausen vielseitige Verwendung als Dekorationsobjekt, als Garderobe, als Basis für eine Lampe oder auch als Bauelement in einem Gartenzaun.
  • Selbst eine unscheinbare alte Bierflasche der Marke Quenzer hat zu einem Sammler gefunden. Was für die meisten auf den ersten Blick in die Kategorie "Altglas - Braun" fällt, ist ein kleines Stück regionale Wirtschaftsgeschichte. Ältere Semester erinnern sich in diesem Zusammenhang auch vielleicht an die Brauerei Olb oder andere lokale Brauereien die es hier in der Region mal gab!

Ein anderer Bibelvers kommt mir dabei noch in den Sinn; Psalm 118,22: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden." Etwas das eigentlich nur noch als Abfall angesehen wird, wurde wieder wertvoll; für uns als Kirchengemeinde und für andere als Dekorationsobjekt oder was auch immer.

Storchenpaar auf Kirchturm gesichtet!

Am Mittwoch Vormittag hat es sich ein Storchenpaar auf unserem Kirchturm gemütlich gemacht.  Nicht mal das Mittagsläuten konnte es aus der Ruhe bringen, aber gegen 14:00 sind die beiden Störche dann doch weitergezogen. Vielleicht kommen sie uns bald mal wieder besuchen?

Nach fast zwei Monaten Pause durften wir an Himmelfahrt wieder Gottesdienst feiern! Bei bestem Wetter begrüßten wir ca. 80 Gäste im Pfarrgarten zu einem etwas anderen Gottesdienst: 45 statt 60 Minuten, Psalmgebet ohne Sprecherwechsel, Bläser und CD-Player statt Organist und Stühle in 2 Meter Abstand statt Bänke. Doch die frohe Botschaft bleibt auch in Coronazeiten dieselbe - mit Pfarrer Mangel lauschten wir dem hohepristerlichen Gebet Jesu aus Johannes 17:

"20 Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, 21 dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. 22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, auf dass sie eins seien, wie wir eins sind, 23 ich in ihnen und du in mir, auf dass sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst"

Der Kirchengemeinderat legt Hand an seine Kirche und den Turm: Alles muss raus! Naja, nicht alles - aber vieles: Eimerweise Staub und Dreck, Bodenbretter die die Sicht auf das Gebälk versperren und Krempel den niemand mehr braucht, aber auch niemand wegwerfen mochte. Während der Staub direkt in die Tonne wandert und viele entfernte Bodenbretter nicht mehr wieder eingesetzt werden können, fanden wir in unserem Krempel auch die ein oder andere Kostbarkeit. Damit diese Dinge in Zukunft nicht nur vor sich hinstauben, sondern uns und andere eine Freude bereiten, haben wir uns in die tiefsten Untiefen des Internets vorgewagt: Ebay Kleinanzeigen! Das berüchtigte "was letzte Preis?" ist uns dabei noch nicht begegnet, aber wir konnten eine moldawische Kirchengemeinde mit 70 Klappstühlen glücklich machen und haben auch schon den ein oder anderen zusätzlichen Euro für die Kirchenrenovierung eingenommen.

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • 09.07.20 | „beraten und beschlossen“ zur Synode ist online

    Drei Tage lang hat die 16. Württembergische Landessynode im Hospitalhof hybrid getagt. Einen Überblick über die Diskussionen und Entscheidungen vom 2. bis 4. Juli bietet das neue Heft "beraten und beschlossen", das ab sofort online abzurufen ist.

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  • 09.07.20 | Die KonApp legt deutlich zu

    Die KonApp nimmt Fahrt auf: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich die Downloadzahlen des digitalen Tools für die Konfirmanden-Arbeit mehr als verdoppelt. Die Deutsche Bibelgesellschaft legt nach - mit einem nächsten Update für neue Funktionen, zusätzlichen Inhalten und einem digitalen Schulungsangebot für Leitende in der Konfi-Arbeit.

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  • 09.07.20 | Mittelstandspreis vergeben

    Für ihr gesellschaftliches und ökologisches Engagement sind drei baden-württembergische Unternehmen am Mittwoch, 8. Juli, bei einer digitalen Verleihung mit dem LEA-Mittelstandspreis ausgezeichnet worden. Preisträger sind die Bäckerei Stemke aus Schwäbisch Gmünd, die Strenger Holding GmbH mit Sitz in Ludwigsburg und die H. P. Kaysser GmbH + Co. KG aus Leutenbach (Rems-Murr-Kreis).

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